„Ich bin getauft, gehöre aber einer anderen Glaubensgemeinschaft an und möchte nun katholisch werden.“
Was muss ich tun?
Wenden Sie sich an einen katholischen Seelsorger. Das wird häufig der Pfarrer der Gemeinde sein, kann aber auch ein Diakon oder andere pastorale Mitarbeiterin oder Mitarbeiter sein. Die Seelsorger werden Ihre Schritte in die Kirche begleiten. Es liegt nahe, den Seelsorger jener Gemeinde aufzusuchen, zu der Sie später angehören möchten.
Muss der Konfessionswechsel in der Pfarrgemeinde meines Wohnortes stattfinden?
Nein, ein Eintritt in die Kirche muss nicht in der Pfarrei Ihres Wohnortes stattfinden. Gerade bei einem Konfessionswechsel kann es u.U. wünschenswert sein, diesen Schritt nicht im gewohnten Umfeld vollziehen zu wollen.
Wir versuchen, Ihnen möglichst flächendeckend in den Regionen Ansprechpartner/-innen anzubieten, zu denen Sie Kontakt aufnehmen können. Klöster, Citypastoralprojekte und Kirchengemeinden arbeiten in diesem “Projekt Kirchenwiedereintritt” zusammen, um Ihnen einen Ihren Bedürfnissen angemessenen Weg zu ermöglichen.
Wie erfahre ich, zu welcher katholischen Gemeinde ich gehören werde?
Sollten Sie unsicher sein, versuchen Sie es über einen “Pfarreiensucher”. Auf unserer Seite (Link) können Sie bis auf wenige Ausnahmen bundesweit die Ihrem Wohnort zugeordnete Pfarrgemeinde finden.
Wie schnell kann ich wieder katholisch werden?
Oftmals möchten Menschen so schnell wie möglich in die Kirche eintreten. Auch wenn dieser Wunsch zunächst plausibel und nachvollziehbar erscheint, sollte auch ein Konfessionswechsel nicht übereilt vollzogen werden. Eine Kirchenzugehörigkeit wechselt man nicht wie ein Hemd. Die Verwurzelung in der eigenen religiösen Tradition reicht oft tief. Erziehung und Erfahrung prägen mehr, als man vielleicht meint. Es gibt biografische und familiäre Bindungen, die von einem Wechsel mit betroffen sind; es gibt theologische Fragen, Vorurteile und auch Erwartungen, die man besprechen muss.
Muss ich eine „Aufnahmeprüfung“ ablegen?
Nein. Allerdings werden Sie sich mit dem Seelsorger über Ihre Motive austauschen, Ihre Erwartungen, Ihre Ängste und Sorgen und Ihre Fragen, die sich für Sie aus dem Konfessionswechsel ergeben haben.
Im allgemeinen werden Sie im Laufe dieses oder auch mehrerer Gespräche etwa anhand des Apostolischen Glaubensbekenntnisses – gefragt, ob Sie den darin ausgedrückten Glauben teilen und bekennen können. Der Seelsorger führt den auch bei einem Konfessionswechsel notwendigen Schriftverkehr mit dem Bischof. Gemeinsam mit dem Seelsorger überlegen und entscheiden Sie, in welchem liturgischen Rahmen Ihr Konfessionswechsel vollzogen werden kann.
Muss ich erneut getauft werden?
Bei einer Konversion gibt es selbstverständlich keine erneute Taufe. Die gelegentlich zu hörende Wendung, jemand sei “umgetauft” worden, ist absolut falsch und irreführend. Es gibt nur ein Sakrament der Taufe, das von (fast) allen christlichen Kirchen gegenseitig anerkannt wird. (Mehr zur gegenseitigen Taufanerkennung)
Unsere Ansprechpartner/-innen möchten sich ausreichend Zeit für Sie nehmen, um durch eine möglichst individuelle Begleitung Ihren Weg in die Kirche vorzubereiten. Zusätzlich zu den Ansprechpartner/-innen, die Sie in diesem Portal finden, besteht weiterhin in jeder Pfarrei die Möglichkeit, ein Gespräch über einen Konfessionswechsel zu führen.






